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Akzeptieren wir uns bedingungslos?

Ich möchte heute eine sehr intensive Erfahrung mit Ihnen teilen…

Ich bin ein Mensch der alle Möglichkeiten, die sich ihm bieten, wahrnimmt. Am liebsten würde ich alle Möglichkeiten ausnützen. Das führt dazu, dass ich öfters so in Streß verfalle, dass ich mich unheimlich verspanne und mir irgendwann die Luft ausgeht wie einem Lufballon. Plötzlich bin ich völlig fertig.

Obwohl ich von meinem Verstand her weiß, dass ich mein Leben einfach ruhiger angehen sollte, sagen meine Gefühle, dass ich nicht so ein Schlappschwanz sein soll und gefälligst weiterarbeit soll. Noch härter. Dieses negative Selbstbild und Unverständnis für mich selbst, hat besonders in den letzten Tagen dazu geführt, dass ich mit meinen Anfang Zwanzig bereits leichte Herzprobleme bekommen habe.

Ich habe das als eine sehr ernste Warnung angesehen und bin zu folgendem Schluß gekommen…

Brauche ich erst eine Krankheit, damit ich es akzeptieren kann, dass ich nicht ständig arbeiten muss, dass ich nicht alle Möglichkeiten wahrnehmen muss, nur weil sie da sind?

Muss ich wirklich erst im Rollstuhl sitzen, damit ich guten Gewissens sagen kann, jetzt bleib ich einfach mal sitzen? Muss ich wirklich erst Herzprobleme bekommen, damit ich mir sage: Ich habe ein Recht, mein Leben so angenehm und ruhig wie möglich zu gestalten?

Die letzten Tage haben mir gezeigt, dass ich mich so aktzeptieren muss, wie ich bin. Das heißt nicht, dass ich mich nich weiterentwickeln soll. Das heißt ganz einfach, dass ich zufrieden sein darf, mit dem, was ich im Moment fähig bin zu leisten.

Ich habe ein gewisses Ausmaß an Energie, mir steht ein gewisses Zeitpensum zur Verfügung und ich habe einen Charakter mit vielen Stärken und auch Schwächen. Es liegt an mir, dass ich genau diese Ressourcen effektiv nutze und dann aber auch zufrieden bin. Es nützt nichts, wenn ich künstlich versuche, noch mehr zu arbeiten. Ich bin effektiver, wenn ich meine menschlichen Limitierungen akzeptiere. Ich kann durch Meditation, Übung usw. lernen meine Fähigkeiten und Ressourcen zu steigern, aber ich kann nicht mehr machen, als ich im Moment fähig bin. Zumindest nicht auf Dauer.

In diesem Zusammenhang gefällt mir auch diese Aussage sehr gut: Wenn ich einen großen Baum zu fällen habe, brauche ich 8 Stunden. Drei Stunden verwende ich zum Sägen. Die restliche Zeit schleife ich mein Segeblatt.

Geht es Ihnen auch manchmal so? Versuchen Sie den Baum mit aller Gewallt umzusägen, obwohl die Säge schon ganz stumpf ist? Stehen Sie auch manchmal in Ihrem Leben mit einem gewalltigen Muskelkater da? Dann ist es wohl an der Zeit, dass Sie einen Schritt zurücktreten und Ihre Sägeblätter schleifen.

Ich tue das nun. Meiner Gesundheit zuliebe und Sie sollten es auch tun. Ihrer Gesundheit zuliebe.

Auf unseren Erfolg!

David

PS: Erzählen Sie von Ihren Erfahrung mit Streß und Überbelastung und verraten Sie mir und den Lesern dieses Blogs, wie Sie diese Herausforderung meistern! Schreiben Sie dazu einfach einen Kommentar zu diesem Artikel!

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Info:
Akzeptieren wir uns bedingungslos? ist Beitrag Nr. 8
Author:
David Asen am 16. Oktober 2008 um 18:38
Kategorie:
Persönliche Entwicklung
Tags:
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