Alle Menschen, die großes erreicht haben, kamen in ihrem Leben zu einem Punkt an dem sie ihren eigenen Wert erkannten. Hier gilt es, zwischen zwei Arten von Menschen zu entscheiden: Die Oberflächlichen und die Tiefgehenden.
Der Unterschied zwischen diesen beiden besteht darin, dass sich erstere mit einem oberflächlichen Wert zufriedengeben. Das sind die Menschen, die zu Übermut und Unausgeglichenheit neigen, sobald sie etwas erreich haben. Da diese Menschen nie ihren tieferen Wert ergründet haben, müssen sie sich ununterbrochen davon ablenken, dass sie sich hinter ihrem äußerlichen Erfolg selbst für unwürdig halten. Dieses Spiel geht jedoch meist nur eine zeitlang gut.Irgendwann kann so ein Mensch die große innere Leere, die sich in ihm ausbreitet, nicht mehr verläugnen. Er wird immer unzufriedener, stürzt in Drogenprobleme ab, versinkt in unglücklichen Beziehungen oder begeht sogar Selbstmord.
Obwohl diese Charakter- und Lebensprobleme sehr abschreckend wirken mögen, zeugen sie eigentlich von etwas sehr wunderbarem. Nämlich, dass sich dieser Mensch trotz seines Erfolges nicht mit Äußerlichkeiten zufrieden geben will. Er will tiefer gehen und seinen wahren Wert jenseits von äußerlichen Erungenschaften erkennen.
Dieser göttliche Drang seinen wahren Wert zu erkennen, schafft in diesem Menschen jedoch einen Zwiespalt. Zum einen haftet er verzweifelt an seinem Erfolg, zum anderen weiß er, dass genau diese Anhaftung ihn daran hindert, seinen wahren Wert zu erkennen. Manche Menschen scheitern an diesem inneren Zwiespalt, andere schaffen es, aus ihm gestärkt hervor zu gehen.
Was ermöglicht es uns nun, diesen Zwiespalt für unsere Entwicklung zu nutzen anstatt an ihm zu brechen?
Bevor ich mich mit dieser Frage beschäftige, möchte ich auf Folgendes hinweisen: Ich bringe mit diesem Beitrag NICHT zum Ausdruck, dass die Menschen, die an ihrem inneren Zwiespalt gescheitert sind, falsch gehandelt hätten oder gar dumm gehandelt haben. All diese Menschen haben gemäß ihren Lebenserfahrungen die ihrem Ermessen nach besten Entscheidungen getroffen und so gehandelt, wie sie es für richtig gehalten haben bzw. so gehandelt, wie sie in der Lage waren zu handeln. Es steht uns nicht offen, über diese Leute zu urteilen, da wir ihre Situation, ihre Gefühle und ihren Ausblick aufs Leben nicht kennen.
Es steht uns jedoch sehr wohl offen, uns mit unserem eigenen Leben zu beschäftigen und unsere Ansichten zu hinterfragen. Es steht uns offen, dass wir uns für neue Weisheiten und Ansichten öffnen. Es steht uns offen, dass wir uns für die Wahrheit öffnen und diese lautet, dass wir wunderbare göttliche Individuen sind. Unsere Existenz ist der Beweis dafür, dass wir es wert sind zu leben. Wir haben uns nicht verbotener Weise selbst erschaffen. Wir sind Wunschkinder unserer göttlichen Eltern, welche im Sanskrit Radha (die weibliche Energie) und Krishna (der männliche Energieursprung) genannt werden. Radha und Krishna, die Energie und der Energieursprung bilden zwei sich gegenseitig bedingende und auf ewig vereinte Gegensätze und aus ihrer Liebe sind wir erschaffen. Genauso wie gute Eltern Ihre Kinder nicht auf die Welt bringen und dann aussetzen, genauso setzen uns unsere göttlichen Eltern nicht aus.
Unsere Existenz ist unsere Garantie für ein erfülltes Leben.
Hierzu sagte Jesus in der Berpredigt: “Ihr habt Sorgen um euer täglich Brot. Doch seht die Blumen auf dem Felde. Sind sie nicht herrlicher gekleidet als König Salomon in all seiner Pracht?” Wenn sich unsere göttlichen Eltern bereits um die Blumen auf dem Felde kümmern, kümmern Sie sich dann nicht auch um uns?
An dieser Stelle mögen viele Einwände in einem hochkommen. Was soll dieses Gerede? Seit wann kümmert sich Gott um mich? Seit wann kümmert sich Gott um irgendjemanden? Diejenigen die betrügen sind reich und die anderen kämpfen ums überleben.
Hierzu sage ich: Ich habe in meinem Leben viel auf Gott geschimpft und mich von bedrohlichen Umständen hoffnungslos machen lassen. Selbst jetzt passiert mir das noch. Ich bin aber auch zu einem Punkt in meinem Leben gelangt, an dem ich erkannte, dass ich selbst meines Glückes Schmid bin.
Ein Grund warum ich in meinem Leben mit so viel widrigen Umständen zu kämpfen hatte ist, dass ich keine göttliche Hilfe annehmen wollte. Ich wollte nicht akzeptieren, dass mein Wert darin besteht, ein Geschöpf der Liebe zu sein. Ich wollte mich neu definieren, indem ich sagte: Ich erarbeite mir alles selber. Erst dann bin ich etwas wert. Ich wollte mich messen mit anderen, vergleichen und zeigen, was ich erreicht habe, warum ich besser bin. Ich konnte es nicht brauchen, dass Gott allen hilft. Wenn alle alles haben können, wie kann ich dann besser sein, wie kann ich dann besonders sein?
Es dauerte Jahre bis ich verstand, dass genau dieses Wettbewerbsdenken mich daran hindert, meinen wahren Wert zu erkennen. Meinen Wert jenseits von Erungenschaften. Ich bin etwas Wert, weil ich wertvoll bin. Weil meine göttlichen Eltern und die gesamte Existenz wertvoll sind und ich ein Teil davon bin. Mein Wert hängt nicht davon ab, was ich erreiche oder mit wem ich mich messe. Ich bin immer wertvoll.
Einige Leute fühlen sich durch diese Erkenntnis so nachhaltig befreit, dass sie in den Wald gehen und Einsiedler werden. Sie müssen sich selbst und niemandem mehr etwas beweisen und sie meditieren einfach tagein und tagaus über die Namen Radha-Krishnas. (Sollte ihnen diese Vorstellung noch zuwider sein, tragen sie noch das Bedürfniss, sich im Äußeren zu beweisen :)) Andere Menschen nutzen diese Erkenntnis, um ohne Anhaftung an das Ergebnis ruhig und sachlich zum eigenen Wohl und zum Wohl der Mitmenschen zu handeln.
Genau das sind die Menschen, die ihren tieferen Wert erkannt haben. Diese Menschen können durch widrige äußere Umstände nicht aus der Fassung gebracht werden, da sie in ihrer eigenen tiefen Göttlichkeit verankert sind. Diese Menschen wissen wer sie sind und was sie an sich haben. Diese Menschen sind die erfolgreichsten Menschen, weil sie glücklich sind. Diese Menschen müssen sich kein Internet Business aufbauen. Aber wenn sie es doch tun, können Sie sich sicher sein, dass es zum Wohl aller Beteiligten passiert und das mit nachhaltigem Erfolg.
Die Menschen, die ihren echten Wert erkannt haben, werden durch nichts gestört. Sie sind immer glücklich und deshalb erfolgreich. Man kann einen solchen Menschen loben, beleidigen, an seinem Ehrgeiz packen oder ihm vorwerfen, dass er ein weltfremder Esoteriker oder Spiritualist ist. Diese Person wird einem nur tief in die Augen schauen und einen freundlich anlächeln und dasist der beste Beweis, dass sie Recht hat.
Friedrich
Sehr guter Beitrag, überhaupt der Punkt, der darauf hinweist, dass wir alles haben, sobald wir das Leben haben. Wenn ein Vater seinem Sohn, der studiert und kein Geld verdient, ein Auto kauft, dann wird er ihm auch Geld für Benzin, Service und dergleichen geben. Oder wird er sagen: “Da hast du deinen Ferrari. Versicherung kannst du dir selber bezahlen.” Das wäre sehr, sehr zynisch. Wenn schon wir Menschen, wenn wir unsere Sinne halbwegs beisammen haben, nicht so zynisch sein wollen, um wieviel weniger dann unser persönliche Usprung, dessen Kinder wir sind. Leben haben heißt alles haben. Es liegt an uns, dass zu verstehen und anzumehmen.
Friedrich Jagannidhi
#1 Kommentar vom 04. November 2008 um 06:58